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Betriebssystem

Auswahl

Die erste Frage, die sich stellt, ist die nach der grundsätzlichen Architektur, sprich in diesem Fall Windows oder Linux. 
Für Windows spräche sicherlich die deutlich einfachere Bedienung, aber da das kein Schlüsselkriterium ist, zudem noch die Gefahr besteht, dass das NAS dann für andere Zwecke "entfremdet" wird, ist dies wohl eher ein Nachteil. Ebenfalls ein Nachteil wären die Lizenzkosten, ein Windows Home Server liegt zwar nur so bei 80 EUR, aber immerhin. Dazu kommt noch das vielbeschworene Argument des sparsamen Umgangs mit Systemressourcen, der mich dann dazu bewogen hat, die Linux-Schiene zu wählen

Aber welches Linux? Auch hier gibt es wieder zwei unterschiedliche Ansätze. Eine Möglichkeit wäre eine spezielle Distribution für den Einsatz als NAS zu nehmen, wie beispielsweise FreeNAS oder OpenFiler. Damit wäre das System sicherlich am schnellsten einsatzbereit, allerdings zum Preis der Flexibilität. Die Systeme sind halt wie sie sind, Veränderungen sind natürlich machbar, aber aufwendig.
Die Alternative: Eine universelle Distribution, die auf der Plattform läuft und sich beliebig aus- und umbauen lässt. Ich bin experimentierfreudig und meine Linux-Kenntnisse zu vertiefen macht sicher Sinn. Also entscheide ich mich für die universelle Distribution.

Und wieder die Frage: Welche?
Ich hab einige erfahrene Linuxer gefragt, und die einhellige Antwort war: Debian. Vorteile sind die schon fast sprichwörtliche Stabilität, die sehr einfache Administration und das durchdachte Management. Da ich einige Debian-Server als Produktivserver kenne, und von deren Stabilität durchaus angetan bin, hat mich das überzeugt. Also Debian.

Installation


In meinem Fall hat das NAS kein optisches Laufwerk, der Klassiker über CD scheidet also aus. Als Installationsmedium einen USB-Stick zu verwenden ist aber überraschend einfach, selbst wenn man den Stick von einem Windows-System aus vorbereitet, wie ich.

Benötigt wird:
  • Ein USB-Stick, mit FAT32 formatiert und leer
  • DD für Windows
  • Das USB-Boot Image boot.img.gz von Debian (z.B. von hier)
  • Das NetInst-ISO von Debain (z.B. von hier)
Vorgehensweise:
  1. dd in ein beliebiges Verzeichnis installieren (z.B. c:\dd)
  2. Das boot-Image in das selbe Verzeichnis verschieben und entpacken
    (das Image ist gzip-komprimiert, entpacken sollte mit jedem Unzipper (z.B. 7-Zip) funktionieren)
  3. Den USB-Stick einstecken und falls noch nicht erfolgt mit FAT32 formatieren
  4. Das Image mit dd auf den Stick schreiben
    dd.exe if=boot.img of=\\.\g: bs=1M
    (g: durch den Laufwerksbuchstaben des Sticks ersetzen)
  5. Stick auswerfen und neu einstecken
  6. Das NetInst-ISO in das Hauptverzeichnis des Sticks kopieren
  7. Stick auswerfen
Fertig. Von dem USB-Stick kann nun gebootet und Debian auf das NAS installiert werden.


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